Schreibstoff gibt Treibstoff

16. May 2007

Vor genau einer Woche durfte ich die Jungs vom Lyrik-Duo ‘Schreibstoff’ in meinen heiligen Hallen begrüßen. Das kleine WG-Zimmer wurde spontan in ein High-End-Ton-Studio verwandelt und die beiden Poeten gaben richtig Gas. Was dabei raus gekommen ist, kann man sich auf ihrer Myspace-Seite anhören.

Jeder anständige Dichter hat natürlich auch einen Blog. So auch Nils, die langhaarige Hälfte von Team Treibstoff. Auf Wuschel’s Welt könnt ihr Slamberichte, Geschichten aus der Luitpoldstraße und Gedichte aus Wuschel’s Feder nachlesen - und dabei mal den grauen Alltag in einem kuschelig warmen Zuhause hinter euch lassen.

Übrigens: Wer das Duo live erleben will, der kann das nächste Woche am Dienstag, den 22. Mai 2007, beim Poetry-Slam im Morph tun.

In diesem Sinne: The points are not the point!

Beat Making Videos 2

15. April 2007

Nachdem der ursprüngliche Eintrag nicht mehr aktuell ist, habe ich mich entschlossen ihn an dieser Stelle zu aktualisieren und daraus eine Serie zu machen.

Den Anfang macht der legendäre Pete Rock, der mit den Jungs und Mädels vom Future Music Magazin ein nettes Interview führt und dabei zeigt wie er mit seiner MPC arbeiten. Der Typ ist so lange im Geschäft und immer noch innovativ, echt beeindruckend. Hier das Video von Pete Rock.

Bevor man samplen kann, muss man sich natürlich gescheite Platten suchen. Einen Meister darin ist im nächsten Video zu bewundern: Cut Chemist auf Plattensuche. Dabei gibt er ein paar Tipps rund ums Vinyl und philosophiert über das Diggen. Mehr Infos über ihn gibts auf seiner Homepage.

Zum Abschluss noch eine sehr geile Video-Seite von den Propellerheads, den Machern von Reason: Hier zeigen DJ Babu und Jeremy Ellis wie sie mit der Software arbeiten. Wahnsinnig abgefahren ist der Beitrag von Jeremy Ellis, der gewohnt quirrlig und aktiv auf der Bühne abgeht. DJ Babu von den Beatjunkies und Dilated Peoples lässt sich etwas mehr Zeit und deshalb gibt es einen ersten und einen zweiten Teil des Videos. Cool ist auch, dass man sieht wie er mit Recycle seine Samples bearbeitet.

So, das wars für heute, demnächst gibt es mehr. Viel Spass beim Video anschauen!

Müntefering über Arroganz, Rotkreuzwagen und schlechte Ernten

14. April 2007

Ein sehr geiles Interview hab ich da im SZ-Magazin mit Franz Müntefering gefunden. Für mich einer der sympathischten Politiker, weil er Realitätssinn hat, nicht das Blaue vom Himmel herunterspricht und wirklich regieren will:

Die eigentliche Verantwortung beginnt bei der Handlungsbereitschaft. Nicht beim Besser-Wissen, sondern beim Besser-Machen. Man muss das Land regieren wollen, und zwar nicht als Rotkreuzwagen, der die Mühseligen und Beladenen auflädt. Das muss alles auch sein, ich verspotte das nicht, im Gegenteil. Aber die SPD muss sagen: Wir machen das Ganze besser. Nicht nur: Wir machen Sozialpolitik besser.

dazu

Und wir sind die Verfolgten mit den guten Absichten. Das reicht aber nicht. Es passiert nichts Gutes. Außer: Man tut es.

schließlich

Weil das edler und schöner ist, Menschen zu helfen, als zu sagen: Also, wir hatten eine schlechte Ernte und es gibt weniger zu essen. Aber das muss ich jetzt machen, weil ich, weil wir als SPD, die Verantwortung für jetzt und später, für das Ganze haben – und auch haben wollenmüssen.

Ein sehr vielschichtigen Interview, in dem er u.a. über seinen Lebensweg, Gehrhard Schröder und die Krankheit seiner Frau spricht. Sehr lesenswert.

Beats per minute

9. April 2007

Die DJ-Größen, wie z.B. Grandmaster Flash, haben statt der Muttermilch wahrscheinlich lieber Beats per minute eingezogen, was für ihre Kunst sicherlich nicht hinderlich ist. Beats per minute sind die ‘Schläge pro Minute’ und sie determinieren ein Musikstück genauso wie die Tonlage. Hip Hop rockt überlicherweise mit einem BPM-Tempo von 70-110.


Besonders wichtig ist das Tempo beim Beatmatching, denn man will ja das die Crowd genüßlich weiter tanzt. Ziel ist es, dass der neue Track genauso schnell ist wie der alte um einen fließenden Übergang zu bereiten. Dazu bietet die Pitch-Blend Funktion beim Plattenspieler die Möglichkeit: folgt nach einem 90 BPM-Stück eins mit 95 BPM, dann muss man das Neue um 5,5 Prozent verlangsamen. Dazu braucht man keinen Taschenrechner, da gibts die coole Beat-Conversion Chart von DJ Tricities. Beachtet werden sollte allerinding, dass die Geschwindigkeiten nicht zu stark varrieren, denn sonst klingt es ein bißchen komisch. Hat ein Stück 50 BPM und ein ein anderes 100 BPM, dann können siegetrost ineinander gemixt werden, denn sie basieren beide auf 50 Schläge in der Minute.

Doch woher weiß ich nun wie schnell ein Stück ist? Ganz einfach 60 Sekunden lang jeden Schlag im Takt zählen. Oder man zählt nur 15 Sekungen und nimmt das Ergebniss mal 4. Hat man dazu keine Lust, dann bietet sich noch die Möglichkeit der Internetrecherche bei Datenbanken. Hier sind v.a. BPM4DJS-Database und die BPM-Database zu empfehlen. Allerdings stehen da nicht alle Tracks drinnen, so das doch noch ab und zu gezählt werden muss. Für die Mathematik-Scheuen naht elektronische Hilfe in Form des Beat Conductors.

Keep on mixing on the wheels of steel!

Flip 4 Mac, VLC und Kino-Trailers

8. April 2007

Ein schönes Puglin zum Video anschauen hab ich da heute gefunden: Flip 4 Mac heißt das Teil und damit lassen sich Windows Media Video-Dateien (*.wmv) in Quicktime öffnen. Da spart man sich den Windows Media Player. Wer ihn trotzdem haben möchte, kann ihn sich hier herunterladen. Allgemein empfehle ich den den VLC-Player, der ist kostenlos und mit ihm lassen sich so gut wie alle Formate anschauen.

Jetzt fehlen eigentlich nur noch die passenden Filme. Die aktuellen Kino-Trailers geben da sicher schon mal ein paar schöne Denkanstöße. Frohes Filme gucken!

Denken in Beispielen

4. April 2007

http://members.telering.at/pat/watz.jpg Manchmal kann man dem Tod etwas positives abgewinnen: wenigstens erinnert man sich wieder an die verstorbene Person. Leider ist es oft so, das tote Menschen viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommen, obwohl sie doch Großes geleistet haben. Auf der anderen Seite kann ich jeden verstehen, der sich lieber mit Lebenden unterhält, als sich mit Toten zu beschäftigen.

Einer der heute in mein Erinnerung getreten ist, ist der am 31.03.2007 verstorbene konstruktivistische Psychologe Paul Watzlawick. Er war der Autor des berühmten Buches ‘Anleitung zum Unglücklichsein’ und Erfindern der Kommunikationstheorie. Die SZ würdigte ihn heute mit einem Artikel, in der eine tolle Geschichte von seinem ‘Denken in Beispielen’ zu finden ist:

Die Geschichte handelt von einem Mann, der alle 10 Sekunden in die Hände klatscht. Auf die Frage warum er das mache, antwortet er: ‘Um die Elefanten zu verscheuchen.’ Den Hinweis, es gebe hier doch keine Elefanten kontert er mit dem Ausruf: ‘Na, also! Sehen Sie?’

Nachtrag: In einem Artikel der ‘Zeit’ findet sich auch ein sehr amüsantes Exemplar für Watzlawick’s ‘Denken in Beispielen’. Dabei geht es um kulturelle Dissonanzen, dargestellt am unterschiedlichen Poussierverhalten von Amerikanern und Engländerinnen während des 2. Weltkriegs :

Während z. B. das Küssen in Amerika relativ früh kommt, tritt es im typischen Paarungsverhalten der Engländer relativ spät auf. Praktisch bedeutete dies, dass eine Engländerin, die von ihrem amerikanischen Soldaten geküsst wurde, sich nicht nur um einen Großteil des für sie intuitiv ‚richtigen‘ Paarungsverhaltens betrogen fühlte, sondern zu entscheiden hatte, ob sie die Beziehung an diesem Punkt abbrechen oder sich dem Partner sexuell hingeben sollte. Entschied sie sich für die letztere Alternative, so fand sich der Amerikaner einem Verhalten gegenüber, das für ihn durchaus nicht in dieses Frühstadium der Beziehung passte und nur als schamlos zu bezeichnen war. Die Lösung eines solchen Beziehungskonflikts durch die beiden Partner selbst ist natürlich deswegen praktisch unmöglich, weil derartige kulturbedingte Verhaltensformen und -abläufe meist völlig außerbewusst sind.

Jetzt muss ich bloß noch eine Engländerin finden um das Wissen auch umzusetzten :)

Bilder schrumpfen mit iPhoto

22. March 2007

Der Mac ist halt doch der Beste. Alles kann er und die Software ist auch schon kostenlos drauf. Ich wollte heute Bilder bei omschallom.com hochladen, aber die waren leider vom Format ein bißchen zu groß. Da hat mich der Lubi drauf aufmerksam gemacht, dass man die Bilder ganz leicht mit iPhoto verkleiner kann. Dazu auf ‘Gemeinsam nutzen’ -> ‘Exportieren’ gehen und das gewünschte Format eingeben. Mit dem Tastenkürtel Shift, Apple-Taste und Buchstabe ‘E’ gehts sogar noch schneller. Super jetzt kann ich das auch. Wieder was gelernt. :)

WEFUNK

18. March 2007

Zwei verrückte Vögel = fette Radioshow? Die Gleichung stimmt auf alle Fälle bei Professor Groove und DJ Static. Beide führten schon durch über 460 Sendungen bei WEFUNK. Ein sehr geiles Internetradio, das neben abgefahrenen Funk auch noch sehr smoothen Hip Hop spielt. Jede Woche gibt es eine neue Sendung, in denen auch mal Gäste eingeladen werden und ein bißchen gequatscht wird. Die Musik steht aber im Vordergrund. Wie bei den zahlreichen Special-Sendungen, wie z.B. zum Tode von James Brown. Hier hört man Schmankerl von Platten, die vielleicht nur noch 10 Menschen auf der Welt besitzen. Der Sound ist sehr abwechslungsreich und sicherlich nicht nur was für Funk-Liebhaber.

Professor Groove und DJ Static sind auch live zu bewundern: am 30. März macht das Traum-Duo auf seiner Europa-Tournee Halt in Freiburg. Und am 4. April sind sie in Regensburg in hinter den Plattentellern zu bewundern. An dieser Stelle vielen Dank an den Phillip, der mich auf diesen geilen Radiosender aufmerksam gemacht hat!


Beat Making Videos

14. March 2007

EDIT: Der Beitrag ist nicht mehr aktuell, da die verklinkte Internetseite nicht mehr existiert. Die aktuelle Fassung des Textes mit frischen Videos und Links kannst du bei Beat Making Videos 2 nachlesen.

Eine der geilsten Seiten im Netz. Da kann man Videos gucken ohne Ende und lernt noch eine ganze Menge dabei. Mit dabei sind Dokumentationen übers Diggen, Sampeln und Produzieren. Aber auch viele Videos, die einfach den Produzenten bei der Arbeit über die Schulter schauen, während diese ein bißchen aus dem Nähkästchen plaudern. Schön ist auch, dass sehr viele Produktions-Techniken zum Einsatz kommen, wie z.B. Keyboard, MPC, Fruity Loops, usw. Mit dabei sind unter anderem Da Beatminerz, Pete Rock, Pharell, Scott Storch, DJ Premier, … also alle Größen die dieser wunderbaren Musik viel gegeben haben.

Meine absoluten Favoriten sind die ‘Beat Diggin’-Dokumentation, das Jeremy Ellis Video (ein verrückter Vogel, leider macht er keine Hip Hop Beats :)), das Teil mit Kev Brown und schließlich die beiden Filme von und mit ‘Soulbrother Nr.1′ Pete Rock. Sehenswert sind aber alle Videos, denn man lernt eine Menge dabei und wird geflasht und inspiriert ohne Ende.

Leider wird die Seite nicht mehr gepflegt und aktualisiert und den dazugehörige Blog gibts auch nicht mehr. Vielleicht lässt sich das Ganze mit Hilfe der Jungs von omschallom.com aber retten. Ich mach mir mal ne mentale Notiz :)

Viel Spass beim anschauen!

Welches Video gefällt euch am Besten? Kennt ihr vielleicht ähnliche Musikseiten?

Brainstorming auf dem Mac

14. March 2007


Eine sehr nützliche und kostenlose Software für den Mac ist Mymind. Mit ihr kann man brainstormen und Baumdiagramme erstellen. Ein schneller Einstieg und intuitive Bedienung ermöglichen gleich erfreuliche Ergebnisse. Da braucht wohl niemand ein Tutorial zu absolvieren. Schön finde ich auch die Möglichkeit das Baumdiagramm als Bild oder Html zu exportieren. Das wird man hier sicherlich bald bewundern können. Natürlich lassen sich auch die Schriftarten, Linien, Hintergründe, Farben ect. anpassen.

Insgesamt gefällt mir Mymind besser als Freemind, was allerdings auch kostenlos für Windows erhälltlich ist. Mymind ist intuitiver zu bedienen, übersichtlicher und nicht so überladen.

Bitte mehr ‘social software’! :)