Die Uni hat uns wieder.
Endlich wieder Uni
2 1/2 Monate frei sind eigentlich nichts, worüber man sich beschweren könnte. Aber trotzdem freue ich mich, dass das Studium wieder losgeht. Die Uni hat uns wieder und all die langhaarigen Bombenleger die da draussen auf der Straße rumgegammelt oder ihr Praktikums-Dasein vor einem Kopierer oder einer Kaffeemaschine gefristet haben, sehen sich nun wieder mit einer sinnvollen Beschäftigung erfüllt: Argumentieren, Formulieren und Philosophieren. Alle anderen Studiengänge ausser Politikwissenschaft haben es natürlich nicht so schön. Denn die müssen wieder irgendwas in ihr Hirn reinquätschen, was eh keine Sau interessiert. Mei haben wir es schee. Gut, dass ich mit dieser Meinung außerhalb von Politologen total allein stehe und die anderen das gleiche von ihrem Studiengang behaupten. Sonst wäre man echt im falschen Film und hat dafür bald verdammt viel Eintritt bezahlt: Momentan kostet der Semesterbeitrag 108,- Euro, doch - Politikern sei dank - gibts da bald einen Zuschlag von 500,- Euro drauf. Deshalb: das studieren was auch richtig Spass macht!
Feriendasein
In den Ferien hat der Student immer Zeit, dass Geld zu verdienen, was er dann das Semester über ausgeben will. Oder er macht Praktikas. Oder Urlaub. Oder er macht garnichts. Von den vier Möglichkeiten hab ich immerhin 3 genutzt. Ich habe drei Wochen wieder bei afmax Radio gemacht, war in Regensburg eine Freundin besuchen, hab eine Woche bei meiner Oma verbracht und hab viel nichts gemacht.
Praktikum
Wer einen Einblick ins Radio-Machen gewinnen will, dem empfehle ich von vollstem Herzen ein Praktium bei afkmax. Da macht man selber richtig viel und wird von Anfang an gefordert. Bei meinen ersten Tag dort wurde mir ein Zettel in die Hand gedrückt, die Tür zum Studio aufgerissen und ich reingschubst mit der Ankündigung: du bist in 3 Minuten auf Sendung. Herrlich. Da wird einem schon richtig heiß. Man macht dort echt alles: Nachrichten, Umfragen, Beiträge, Pressekonferenzen, Telefoninterviews, … das volle Programm. Die Leute dort sind auch alle cool und es macht richtig Spass. Allerdings sollte man schon stressfest sein, denn manchmal wirds richtig laut und hektisch. Das liegt dann am Radio der im Hintergrund läuft, die zwei Praktikanten die sich neben dir übers Wochenende unterhalten, der Typ der hinter deinem Rücken steht und dich drängt endlich fertig zu werden, weil er was unglaublich wichtiges zu tun hat, der Person die einen Beitrag in voller Lautstärke vorhaut und schließlich der Redaktionshund Maxi, der mit einem fröhlichen Bellen die Person empfängt die gerade durch die Tür kommt. Währenddessen versucht man den Beitrag zu schreiben der in einer Stunde fertig sein soll …
Urlaub
Um sich dann von all diesem Stress wieder erholen zu können, ist Urlaub das ideale Mittel. Mich hat es aus diesem Grund nach Regensburg verschlagen um dort eine Freundin zu besuchen. Regensburg ist echt eine sehr schöne Stadt. Total mittelalterlich mit den vielen Krichen, alten Brücken und schiefen Häusern. Da steht man in einer Gasse, die gerade mal so breit ist dass man durchpasst, man denkt sich: wo bin ich jetzt gelandet?, man hört nichst, man sieht nichts und dann geht man die Gasse 20 Meter entlang und man ist in der belebtesten Innenstadt die man sich vorstellen kann. Herrlich.
Bei meiner Oma wars auch toll. Alte Menschen sind wunderbar. Meine Oma ist wunderbar. Die hat ihren festen Tagesrythmus, macht sich keinen Stress, weiß viel zu erzählen, isst gerne und macht viel Sport. Da denk ich mir echt: ‘Meine Fresse, ich bin 50 Jahre jünger und meine Oma bewegt sich mehr an der frischen Luft als ich. Was ist denn da los?!? Wie macht die das?’. Sehr schöne Zeit war das in Dießfurt, Oberpfalz.
Schluss
Jetzt ist aber wieder studieren angesagt, und das ist auch gut so. Ich freu mich auf die Proseminare, die Leute und das Feiern. Auf das es ein schönes Semester wird!
