Anna Politkowskaja (1958-2006) - eine kleine Sammlung ihrer Artikel
Letzten Samstag starb wohl eine der besten und kritischten Journalisten die Rußland je hatte. Anna Politkowskaja wurde vor ihrem Moskauer Haus von einem unbekannten Mörder erschossen. Sie war die unabhängigste und damit wohl auch die gefährlichste Stimme in der russischen Presse. Unablässig kritisierte sie den Demokratieabbau durch Präsident Putin und berichtete über die Geschehnisse in Tschetschenien - auf einem sehr hohen Niveau (sie war Preisträgerin des „Lettre Ulysses Award“ für die weltweit beste literarische Reportage) und unter dem ständigem Einsatz ihres Lebens.
Um einen kleinen Überblick über ihr Schaffen zu geben, hab ich einige Veröffentlichungen von ihr im Internet ausfindig gemacht. Wenn jemand von euch noch etwas findet wäre ich sehr dankbar wenn er mir Bescheid gibt! Hier die Artikel:
In ‘Eine Tschetschenische Tragödie’ befasst sich die Moskauerin mit dem Tschetschenien-Konflikt und verarbeitet darin ihre Erlebnisse aus mehr als 50 Reisen durch dieses Land. Erschienen ist der Artikel im Greenpeace Magazin in der Januarausgabe 2004.
Mit dem gleichen Thema befasst sich ‘Im Bunker der Folterer’, erschienen in der Zeit-Ausgabe Nr. 10 2001. Hierbei schildert sie auch ihre eigenen Erlebnisse mit der russischen Armee.
In ihrem Beitrag im SZ-Magazin Heft #21 vom 27.05.2005 ‘Ich, Putin, Präsident und Diktator’, kritisiert sie die schrittweise Abschaffung der Demokratie in ihrem Land durch Putin und den gleichzeitigen Schmusekurs des Westen gegenüber Rußland.
Interessant ist vielleicht noch, dass vor kurzem Michail Gorbatschow Mitherausgeber bei der unabhängigen russischen Zeitung „Nowaja Gaseta“ wurde. Für diese Zeitung arbeitet auch Anna Politowskaja. Wäre keine schlechte Sache, wenn eine unabhänige Zeitung etwas Rückendeckung von einem ehemaligen Präsidenten erhält.
‘Analysieren wollen und können viele, mitfühlen und nachempfinden nur wenige.’
Anna Politovskaja (1958-2006)
Ruhe in Frieden.

