Was kann es besseres geben?

28. June 2006

„Selbststudium heißt, dass man sich viele Inhalte eigenständig erarbeiten muss; dies ist ein besonderer Grad an Freiheit, erfordert aber auch eine entsprechende Disziplin.“

„… lebenslanges Lernen (was kann es eigentlich besseres geben?) …“

Herrlich! Zu finden in ‘Politikwissenschaft im Beruf’, herausgegeben von Catón, Leininger, Stöver und Zilla. Vielen Dank an dieser Stelle an den Marcus der mir dieses inspirierende Buch ausgeliehen hat. Ich hab zwar noch nicht viel gelesen, aber was ich gelesen habe war schon mal sehr geil!

Um Himmels Willen

26. June 2006

Yeah korrekt, mein Blog und ich sind das erste Mal an die Öffentlichkeit geraten! Um Himmels Willen, man wird ja echt von manchen Menschen gelesen … :) Was soll man da nur machen? Auf jeden fall ‘Danke’ sagen; schön das jemand einem zuhört! Ein Danke an geht an hier.

Alter Mann mit Schmackes

23. June 2006

Im SZ-Magazin ist ein Interview mit Milton Friedman. ‘Der lebt noch?!?’, fragen da die ersten, ich kann nur antworten ‘Ja und wie, bissig wie in seinen besten Tagen!’.

Hier mal ein paar Schmankerl aus dem Interview:

‘Es ist unmoralisch, Geld von den Reichen zu nehmen, um es den Armen zu geben’

Ist schon recht aussagekräfitg aber es geht noch besser …

‘Ich halte es für unmoralisch, wenn der Staat mich davon abhalten will, Marx zu lesen oder Maihuana zu rauchen’

Holala! Der Mann ist 93! Und angriffslustig ist er auch noch…

Auf die Frage wann er denn in den Ruhestand geht:

‘Wenn ich sterbe. Aber ich arbeite heute ja nur noch wenig. Ich verschwende meine Zeit, um mit Leuten wie ihnen zu reden.’
(Milton Friedman, Nobelpreisträger und Mitbegründer des Neoliberalismus)

Kauft euch die SZ, allein wegen dem Interview. Krasse Ansichten die er vertritt, aber mal kann ja mal darüber nachdenken. Ich will mit 93 auch noch so rocken … :)

EDIT: Aufgrund eines seiner Zitate stellte ein Leser im SZ-Magzin die Gewissensfrage.

How to Read Great Books

23. June 2006

Auf meiner Suche nach Tipps für besseres Lesen, bin ich diese nette Person gestoßen, Mortimer Adler. Das war eher zufällig, was mich um so dankbarer macht.

Dieser Herr Adler hat ein Buch geschrieben, in dem er auf der Metaebene (Schulze und die Wissenschaftstheorie!!!) über das Lesen spricht. Das Werk heißt ‘How to Read Books’ und richtet sich im Allgemeinen an jeden der Lesen und im Speziellen an denjenigen der die ‘Great Books‘ lesen will. (Warum man die lesen sollte? Klick mal hier.) Das war ein Kurs den er unterrichtet hat, leider ist Mortimer schon verstorben. In diesem Kurs las man alles von Oddyseus, über Hobbes bis zu Einstein und Freud. Auf so eine Veranstaltung hätte ich auch fett Bock. Mal alle Klassiker über die verschiedensten Themen zu lesen … geil.

Was mir gut an dem Buch gefällt ist, dass es kein simples Brachial-How-To-Do ist. Der Mann schreibt sehr fein, intelligent und witzig - und das sehr umfangreich auf 400 Seiten, so wie es die Kunst des Lesens verlangt. Glücklicherweise muss man sich das Buch nicht kaufen (es lebe das Internet!!!), sonder es ist online verfügbar. Von dem Jesusbanner würd ich mich nicht abschrecken lassen :).

Das Lesen nicht vergessen

19. June 2006

Einen guten Tipp habe ich da bei Umberto Eco’s “Wie man eine wissenschaftliche Abschlussarbeit schreibt” gefunden. Leider finde ich das exakte Zitat e nicht mehr, das wird aber nachgereicht. Sinngemäß sagt er, dass man beim Anfertigen einer Arbeit auch immer Zeit einplanen sollte um den Text am Endeauch zu lesen. Bis jetzt hat man ihn ja nur geschrieben und kein einziges Mal komplett gelesen. Klingt wie eine Lapalie aber ich finde das revolutionär! Denn ich bin einer, der fast am Abgabetermin zuspät in die Seminare kommt, weil ich mit dem Text nicht rechtzeitig fertig wurde. Das Schreiben hab ich schon geschafft, das Lesen aber leider nicht mehr. Es wäre schon schön, wenn man nochmal Zeit hätte den Text auf Rechtschreibung, Formulierungen und logische Argumentation hin zu lesen. Klar überfliegt man die Arbeit nochmal so bald sie der Drucker ausspuck während man sich die Schuhe anzieht und das Fahrradschloss aufsperrt,  aber intensiv ist das nicht und Zeit was zu ändern hat man eh nicht mehr.

Deswegen war ich heute sehr zufrieden mit mir, dass ich mir den Ratschlag vom Umberto zu Herzen genommen habe. Überpünktlich bin ich im Seminar aufgetaucht, mit einem voher nochmals durchgelesenen Arbeitspapier! :)

Kombiniert man Umberto’s Idee mit den Antiverpeil Howto, steht einem die Welt der Schreibkunst und des einen vergötternden Literaturpublikums quasi im Handumdrehen offen. (Der Link stammt von dare.omschallom.com; dem Blog für die Welt!) Ich bin guter Dinge, dass ich das schaff. Und du packst das auch. Wenn nicht, dann machen wir ne Selbsthilfegruppe mit Stuhlkreis! (Doch, wir kriegen das hin.)

Immer sammeln!

19. June 2006

Ein schönes Zitat hab ich hier gefunden. Ich finde es sehr schön.

“Nur Leben sammeln. Immer sammeln. Eindrücke, Wissen, Lektrüre, Geschehenes, alles. Und nicht fragen, wozu und warum. Ob ein Buch daraus wird oder Memoiren oder gar nichts, ob es in meinem Gedächtnis haftet oder verdirbt wie eine schlechte photographische Platte. Nicht fragen, nur sammeln.”

(Victor Klemperer, Romanist und Tagebuchschreiber)

Kleine Änderungen

19. June 2006

Leider muss ich gestehen, dass ich mit meinen eigenen Blog und mit dem ganzen Konzept nicht zufrieden war, was sich auch daran zeigte dass ich fast nichts mehr geschrieben habe. Deswegen wollte ich ein paar kleine Änderungen vornehmen, damit ich wieder Lust am Schreiben und am Nachdenken bekomme. Der Name des Blog’s wird geändert in Karl’s Zettelkasten, weil ich die Idee der Zettelkästen einfach wahnsinnig attraktiv und ansprechend finde. Mehr dazu und interessante Links gibts bald. Ab jetzt will nurnoch schreibe was ich selber wichtig, interessant, überaschend, etc. finde und wo ich denke, dass es jemand anderem dabei genauso geht. Zudem will ich schreiben was mich gerade so beschäftigt und worüber ich mir Gedanken mache.

Über die Welt nachdenken, interessante Dinge aufspüren und selber intellektuell wie menschlich zu wachsen, wenn das mal kein schönes Ziel ist! :)

Die Taz wird mir immer sympathischer …

10. May 2006

Eine sehr originelle Aktion hab ich heute auf Wikipedia gefunden. Mich hats fast vom Stuhl geschmießen, als ich da in der Biographie von Kai Diekman (Herausgeber der Bild-Zeitung) folgendes las:

Kai Diekmann klagte gegen ‘die tageszeitung’ als taz-Autor Gerhard Henschel am 8. Mai 2002 auf der Satire-Seite ‘Die Wahrheit‘ behauptete, Diekmann habe sich in Miami seinen Penis mit Leichenteilen vergeblich operativ verlängern lassen wollen. Diekmann verklagte die taz daraufhin auf 30.000 Euro Schmerzensgeld wegen unzulässigen Eingriffs in seine Persönlichkeitsrechte, Verleumdung und Beleidigung.

Das ist schon mal der erste Hammer: geile Aktion vom taz-Autor und lächerliche Reaktion vom Bild-Mann. Aber dann ging die Sache vors Gericht:

Das Berliner Kammergericht entschied in zweiter Instanz, dass Diekmann als Chefredakteur der Bild „bewusst seinen wirtschaftlichen Vorteil aus der
Persönlichkeitsrechtsverletzung Anderer sucht“ und daher „weniger
schwer durch die Verletzung seines eigenen Persönlichkeitsrechtes
belastet wird“. Er müsse „davon ausgehen, dass diejenigen Maßstäbe, die
er anderen gegenüber anlegt, auch für ihn selbst von Belang sind“.

Was will man dazu noch sagen?!? Ich habe wieder Vertauen in unseren Rechtsstaat. ;)

Welch Freud!

7. May 2006

Sigmund FreudDer Siggi wäre dieser Tage 150 Jahre alte geworden. Deshalb sind momentan die Zeitungen und Zeitschriften voll mit seinen Ideen, Weisheiten und dem Unsinn den er verzapft hat.

Deshalb empfehle ich an dieser Stelle einen Spiegel-Artikel, der sich kritisch mit den Theorien Freuds und dessen Rolle in der Psychologie auseinandersetzt. Ich finde es schön, wenn an unsere Dichter und Denker gedacht wird. Wenn aber dessen Theorien und Anschauungen schon überholt sind, dann sollte man das schön erwähnen.

Keine Frage: Freud war ein brillanter Literat und er hat die heilende Kraft des Gesprächs publik gemacht. Deswegen kann man ihn heute feiern. Ein kleines Beispiel seines Könnens und seiner Weisheit hab ich gestern in den Fürther Nachrichten gefunden:

Zum Erwachsensein gehört die Überwindung der Kalge und die Durchsetzung dessen, was eine Persönlichkeit ausmacht. Wünsche pflegen. Widerspruch hegen. Nach dem Warum fragen und nicht alles stumm hinnehmen.

In diesem Sinne: Alles gute zum Geburtstag, Siggi!

Statistik rockt!

4. May 2006

Das habe ich gerade auf dem Lehtstuhl für Statistik an meiner Uni gefunden. Sehr geil! Was dir für abgefreakte Diplomarbeitsthemen haben …

Datenanalyse mit ordinalen Daten: Analyse Bamberger Biergärten

(Betreuer: Prof. Krapp)

Auf der Basis der für einen Biergarten charakteristischen Merkmale
(Ausschank im Freien, Kastanienbäume, Kiesboden etc.) sind nach
Möglichkeit 30 bis 50 Biergärten in Bamberg bzw. im näheren Umland zu
identifizieren. Diese Biergärten sind durch weitere ordinale Merkmale
(z.B. der Qualität von Getränken und Speisen, des Preisniveaus, der
Atmosphäre, der Erreichbarkeit) zu beschreiben. Zur Analyse kommen
Verfahren der numerischen Klassifikation sowie multivariate
Analyseverfahren infrage. Kenntnisse im Umgang mit Statistik-Software
bzw. die Bereitschaft sich darin einzuarbeiten, werden vorausgesetzt.
Sofern prüfungsrechtlich zulässig, kann das Thema auch durch zwei
Kandidat(inn)en bearbeitet werden.

Ich muss schon sagen: so macht Statistik Spass! Da kann man einfach mal ein paar Bierchen trinken und sich den Bauch voll schlagen (’Qualität von Getränken und Speisen’), Halli Galli machen (’Atmosphere’) und dabei kann man noch ein gutes Gewissen haben, weil man ja was für seine Diplomarbeit macht. Und da soll noch einer sagen, die Uni wär so weit weg von wirklichen Leben! Herrlich. Ich glaub ich studier Statistik. … ;)